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Creative Commons richtig auf Webseiten nutzen

Es gibt wohl kaum jemanden, der Internetinhalte erstellt und sich noch keine Gedanken über Urheberrechte, Lizenzen wie Creative Commons und Nutzungsrechte von Grafiken gemacht hat. Das Thema Urheberrechtsverletzungen, Abmahnungen und Gerichtsurteile ist ständig präsent. Niemand möchte ernsthaft Gefahr laufen, hier Probleme zu bekommen.

Alles auf Wikipedia darf dank Creative Commons frei genutzt werden, oder?

Eine recht ergiebige Bildquelle zu den verschiedensten Themen ist Wikipedia. Die meisten Stichworte ergeben nicht nur Fachartikel, sondern auch zusätzlich Grafiken, Fotos und Illustrationen. Folgt man den Bildern, landet der Nutzer schnell bei den Wikipdia Commons – also sozusagen der Medienabteilung des Onlinenachschlagewerks. Hier lassen sich die Treffer noch vertiefen und filtern. Die User habe hier eine hervorragende Möglichkeit Bildmaterial für den eigenen Blog zu verwenden. Meist stammen diese Bilddateien aus privaten Fotobibliotheken von Fotografen. Es besteht die Grundauffassung, dass die Dateien der Allgemeinheit möglichst frei von Lizenzen zur Verfügung gestellt werden. Diese Lizenzfreiheit ist mit der Abkürzung „CC“ gekennzeichnet, was für Creative Commons steht.

Auch wenn ein Großteil der Bilder frei nutzbar ist, gelten auch bei den CC-Dateien einige Besonderheiten. Manche Bilder dürfen frei verwendet werden ohne die Urheberangabe, andere nur mit Urheberangabe. Das ist weder einfach noch übersichtlich. Eine sehr hilfreiche Übersicht hat der Autor und Blogger Martin Mißfeld auf www.bildersuche.org veröffentlicht. Dort werden die verschiedenen CC-Lizenzvarianten umfassend beschrieben. Eine passende Infografik hat der Fachmann für die Google-Bildersuche auch gleich noch mit erstellt:

 

Abmahnanwälte warten nur auf eine falsche Nutzung von Wikipedializenzen

Trotz der verschiedenen CC-Lizenzen, bestehen immer wieder Probleme und Unklarheiten bei der Verwendung von Wikipedia Bildinhalten. Die Nutzer sind sich nicht sicher, an welcher Stelle die Quellangaben erfolgen sollen und ob diese dann auch wirklich ausreichend sind. Denn auch bei der Nutzung der Wikipedia Inhalte kann Einiges falsch gemacht werden. Abmahnungen und Bußgeldzahlungen bedeuten nicht selten das unerfreuliche Ende einer frei nutzbaren Bilderdatenbank.

Quellenangaben und CC-Lizenzen in Infografiken und Präsentationen

Was für Onlineveröffentlichungen gilt, zählt ebenso bei Printmedien oder Präsentationen. Insbesondere bei Powerpointfolien werden zur Auflockerung der Inhalte, fremderstellte Bilder, Comics und Infografiken verwendet. Grundsätzlich müssen hier die jeweiligen Nutzungsrechte der Urheber beachtet und die Lizenzangaben mitveröffentlicht werden. Entweder wird der jeweilge Zusatz direkt zu der Grafik mitangegeben, oder gesondert in einem Quellennachweis aufgeführt. Bei Copyrights muss geklärt werden, ob eine Nutzung überhaupt rechtlich zulässig ist.

Ein einfacher Onlingenerator liefert die korrekten Bildangaben zu Wikipedia-Lizenen und Creative Commoons

Wer sicher gehen möchte, aber nicht genau über die Deklarierung der jeweiligen Lizenz Bescheid weiß, findet hier Hilfe: www.lizenzhinweisgenerator.de. Die Onlinesoftware bietet eine einfache Möglichkeit die Wikipedia-Lizenzhinweise auf der eigenen Veröffentlichungsseite einzubetten. Der Nutzer fügt die URL des Wikipedia-Common Files in das Eingabefeld ein und erhält nach wenigen Ergänzungen, die gewünschte Lizenangabe. Diese muss nur  noch in den Blogartikel eingebunden werden. Das Ganze funktioniert im Detail folgendermaßen:

  1. Bildsuche in Wikipedia (Beispiel Höhlenmalerei). Hier einfach die URL aus der Browserleiste kopieren.

  2. Die kopierte URL in das Eingabefenster der Startseite von Lizenhinweisgenerator.de einfügen und mit „Los“ bestätigen.

  3. Als erstes die Auswahl für die Nutzungsart eintragen (hier ankreuzen für die Onlinenutzung).

  4. Als nächstes angeben, ob die Datei einzeln oder ob mehrere Files genutzt werden (hier einzeln auswählen).

  5. Es folgt noch die Angabe, ob die Datei im ursprünglichen Zustand eingebunden wird, oder ob eigene Veränderungen wie Zusätze, Formatveränderungen, Farben, etc. vorgenommen wurden (Achtung Abmahngefahr durch Rechtsanwälte). In diesem Fall erfolgt das Kreuz im Feld „Nein, ich möchte das Bild in seiner ursprüngleichen Erscheinungsform nutzen“.

  6. Das wars. Der Generator liefert das Ergbenis mit den korrekten Lizenzangaben. Diese müssen nur noch kopiert und in den eigenen Text eingefügt werden. Es wird empfohlen, dass die Creative Commons Lizenzangaben möglichst nahe an der Grafik eingebunden werden. Die Lizenzangabe kann wahlweise als Text, Plain Text oder im HTML-Format  kopiert und genutzt werden.

Fazit:

Dieses Onlinetool ist eine Bereicherung und eine große Hilfe bei der Nutzung von Wikipedia Grafiken und der Frage, welche CC-Lizenz nun gültig ist, und wie die Angabe auf dem eigenen Blog erfolgen soll. Freilich bietet das Tool nur eine Onlinehilfe für Nutzungsrechte, deckt damit aber keine rechtsverbindliche Beratung ab. Diese sollte im Zweifel immer bei einem Fachanwalt für Medien erfolgen.

Bildquelle Titelbild und Screenshots Anleitung von https://lizenzhinweisgenerator.de/

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