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Chemiekalien-Drama beim Bananenanbau

Ich habe früher schon oft gehört, dass man Bananenschalen nicht einfach in die Natur schmeißen soll, weil die Schale mit Chemie behandelt wurde und damit die Natur verschmutzt.

Jetzt habe ich mich nach einem TV-Doku-Beitrag, doch noch einmal intensiver mit dem Thema des Bananen-Dilemas beschäftigt und die Problematik in einer Infografik gestaltet.

Mittels Infografiken lassen sich Probleme anschaulich aber auch unterhaltsam und ansprechend darstellen. Unternehmen können auf diese Weise Ihren Kunden und Interessenten Lösungen ohne das ungeliebte Werbe-bla-bla aufzeigen. Und durch Grafiken unterstützte Unternehmensbotschaften und -Themen bleiben in Erinnerung.

Zurück zum Thema: Fairtrade ist wichtig, nicht nur damit wir gesündere Lebensmittel genießen können, sondern damit Erzeuger:Innen und Arbeiter:Innen überhaupt einigermaßen würdige Arbeitsbedingungen in Anspruch nehmen können.

Infografik zum Thema Chemiekalieneinsatz beim Bananenanbau. Ecuador ist der größte Exporteur für Bananen. Um den Bedarf zu decken werden für die Bananeplantagen ursprüngliche Grünflächen und Tropenwälder gerodet. Die größten Konzerne für den Bananenhandel sind: Chiquita, Dole und Del Monte. Nur etwa ein Drittel der Anbauflächen wird von genossenschaftlich, staatlich oder privat geführten Unternehmen abgedeckt. Durch die Rodung sickern Umweltgifte ungefiltert in das Erdreich ein. Auch Gewässer werden dadurch verunreinigt. Damit die Bananen schnell wachsen werden sie bis zu 60 mal im Jahr durch Flugzeuge mit giftigen Fungiziden besprüht. Außerdem werden die Planzen mit Agrarchemikalien von der Erde aus bespritzt. Pro jahr sickern auf einen Hektar Anbaufläche ca. 44 kg Chemikalien in die Erde. Aufgrund der Hitze und Sparmaßnahmen wird den Arbeiterinnen und Arbeitern eine angemessene Schutzkleidung verwehrt. So kommt es häufig zu schweren Erkrankungen. Die WHO hat im Jahr 2015 die Chemikalie Glyphosat als krebserregend eingestuft. Weitere Agrarchemikalien sind in der EU verboten. Vor dem Verkauf werden die Banen in einem Wasser-Chemikalienbad gereinigt, um das Obst für den Transport vor Pilzen zu schützen. Die für den Handel geeignete Banane ist ca. 24 cm lang, wenig gebogen, kantig und etwa 3,5 cm dick. Der Ausschuss bei dem Sortierverfahren beträgt 50-60 %. Das aussortierte Obst wird zu Banenprodukten wie Banenchips oder zu Tierfutter verarbeitet. Der weltweite Banentransport dauert vom Erzeuger aus etwa 14 Tage. Auf der Reise in klimatisierten Frachtschiffen werden die Bananen konstant auf 13 Grad Celsius gekühlt. Auf den sogenannten Bananendampfern können bis zu 5,5 Millionen kg Banenen (das sind etwa 300.000 handelsübliche Bananenkartons transportiert werden. Bei einer Kiste Bananen mit einem Gewicht von 18,1 kg entstehen beim herrkömmlichen Anbau 6,7 US-Dollar unbezahlte Kosten wie etwa unzureichende Entlohnung oder mangelnde soziale Absicherung der ArbeiterInnen. Bei Fairtrade-Bananen halbieren sich die unbezahlten Kosten auf 3,65 US-Dollar.
Die Infografik darf im Rahmen der dargestllten CC-Lizenz gerne geteilt werden.