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Eine erzählende Infografik erstellen – Mit diesen Tools gelingt es

Infografik erstellen

Infografiken sind beliebt und gelten als Snack-Content. Dank ansprechender Visualisierungen fällt es dem Betrachter leichter, die Inhalte und Zusammenhänge zu verstehen. Formen und Farben übernehmen bei der Infografik den Part Stimmungen zu erzeugen und dem Thema eine Geschichte zu verleihen. Wenn ich eine Informationsgrafik erstellen möchte, braucht es vor allem Zeit, gute Planung und Freude am visuellen Storytelling. Wie kreiert man am besten, schnellsten oder günstigsten eine Informationsgrafik für das Web? Oder für eine Zeitschrift? Lassen sich Infografiken auch speziell für Präsentationen oder für Plakate entwerfen? Welche professionelle Software und welche hochwertigen Computersysteme sind geeignet für anspruchsvolle Umsetzungen? Existieren dazu alternativ auch kostengünstige Lösungen? Muss ich für die Infografikerstellung zwingend illustrieren beziehungsweise zeichnen können? Zu diesen grundsätzlichen Fragen und Anforderungen soll Dir dieser Beitrag Auskunft geben.

Form follows function. Dieser Leitsatz gilt auch, wenn es gilt, eine erzählende Infografik zu erstellen

Überall im Internet sind Informationsgrafiken vorzufinden, auf Unternehmensseiten, in Online Magazinen und Nachrichtenportalen, und natürlich in den Sozialen Netzwerken. Nicht zu vergessen in Präsentationen und in Büchern oder im Großformat auf Plakaten und Aufstellern in Geschäften, Messen und sonstigen Einrichtungen. Oft werden diese informativen Grafiken im Hochformat abgebildet, in Zeitschriften sind die Schaubilder im Querformat und über eine Doppelseite abgedruckt. Das Format einer Infografik richtet sich in erster Linie nach den Anforderungen des Mediums. Klar, im Internet verläuft das Scrollen auf- und abwärts, in Printmedien blättern wir Seite für Seite. Unsere Augen folgen dem Geschehen von links nach rechts.

Form follows function ist ein Grundsatz im Design. Bunte Texte Arno Kuss

Ein Grundsatz im Design lautet, dass die Form der Funktion folgt. In diesem Sinne gilt, das Format der Grafik untersteht der Funktion einer Internetseite, einer Zeitschrift usw.

Muss ich zwingend zeichnen und illustrieren können damit eine ansprechende Infografik entsteht?

Dem Grafikdesign unterstehen unterschiedliche Disziplinen. Das bedeutet aber nicht, dass ein Infografiker automatisch auch zwingend ein Talent im Zeichnen benötigt. Ebenso wenig muss ein Illustrator fotografieren können. Ein Zeichenkünstler hat vielleicht ein Auge für Farben und ein Talent etwas aus dem geistigen Auge zu erschaffen, ein Spezialist für Typografie ist er oder sie aber deshalb noch lange nicht. Mit Fantasie und gestalterischer Hingabe lässt sich Vieles ermöglichen

Im Informationsdesign geht es eher darum, Zusammenhänge, Informationen, Daten, Fakten und Wissen verständlich und ansprechend zu visualisieren. Dieses Transformieren von Informationen zu Stimmungen erfordert aber nicht zwingend das Talent eines Zeichners. Es gibt genug Möglichkeiten für Infografiker um Grafiken zu erstellen. Wichtig sind hier auch journalistische Fähigkeiten, insbesondere in der Datenrecherche und der Text-Kreation.

Weniger ist mehr

Bei einer wirkungsvollen Infografik kommt es auf ein stimmiges Erscheinungsbild an. Dies wird am besten durch ein passendes Zusammenspiel von Farben, Formen und Typografie erreicht. Der Grundsatz lautet hier: reduce to the max – verzichte auf Überflüssiges. Im übertragenen Sinne gilt hierfür, weniger Farben, wenige unterschiedliche Schriftarten und passende Formen.

Eine Infografik erstellen. Darauf kommt es an.

Für die Kreation einer Informationsgrafik stehen dem Designer unterschiedliche Möglichkeiten zu Auswahl. Welcher Weg nun aber schlussendlich zum Ziel führt, das untersteht verschiedenen Kriterien, wie:

  • Die persönlichen Fähigkeiten. Mit welchen Grafikprogrammen ist der Designer am besten vertraut, womit lassen sich die gesetzten Anforderungen ohne zu hohen Aufwand umsetzen?
  • Die Zielvorgabe. Handelt es sich um eine Auftragsarbeit, ist es von Bedeutung, ob und welche Vorgaben von der Auftragsseite existieren (Corporate Identity, Format, Bereitstellung von Material und Informationen…)
  • Die Zeitfrage. Wie viel Zeit steht für eine Umsetzung zur Verfügung? Das Illustrieren von Grafiken kann mehr Zeitaufwand in Anspruch bedeuten, als die Verwendung von bereits existierenden Grafiken. Bilddateien aus Datenbanken können entweder unverändert übernommen werden, oder individuell angepasst werden. Je nach Schwerpunkt des Erstellers bedeutet entweder das eine oder das andere mehr Aufwand.
  • Das Budget. Eine individuelle Infografik zu erstellen führt meist auch zu einem höheren Aufwand und zu höheren Kosten. Vektorgrafiken, Illustrationen und Fotodateien aus Stockphotobibliotheken wie Fotolia, bieten hierfür günstigere Alternativen. Allerdings muss hierbei auch genau auf die Lizenzform der Fremdgrafiken geachtet werden. Eine weitere Alternative für die Erstellung einer Informationsgrafik sind spezielle Online-Infografiktools wie Piktochart.com, easel.ly, Infogr.am, visme.co oder canva.com. Diese, über einen Webbrowser nutzbaren Dienste verfügen über verschiedene Grunddesigns und Templates, Anpassungsmöglichkeiten, Farbpaletten und bereits integrierte Grafiken, Formen und Schriftarten. Die meisten Anbieter können sogar mit eingeschränktem Umfang kostenlos genutzt werden. Allerdings werden viele Pro-Tools erst ab einem kostenpflichtigen Abonnement freigeschaltet.
  • Die Hardware. Die Grafikbearbeitung erfordert je nach Einsatz mehr oder weniger hohe Hardwareressourcen. Wer als Designer Animationen erstellt, benötigt unter Umständen einen leistungsfähigeren Rechner, als ein Designer für Logos oder für Webseiten. Wichtig ist ein großes, hochauflösendes Display, das farbecht die digitalen Inhalte darstellt.
  • Das Werkzeug. Auch bei dem Designzubehör hängt die Ausrüstung ganz von der individuellen Spezialisierung ab. Ein Illustrator wird sehr viel mehr Wert auf ein professionelles Zeichentablet legen als ein Webdesigner, für den die Fähigkeiten einer hochwertigen Mouse ausreichen.
  • Die Software. Als professionelle Softwarelösung behauptet sich Adobe mit seinen Profitools wie: Photoshop, Illustrator, InDesign, Premiere Pro, After Effects, Lightroom uvm. Insbesondere in der Zusammenarbeit mit Agenturen oder Druckereien gehört die Adobe-Palette zum gängigen Standard. Wer im eigenen Auftrag Grafiklösungen anbietet, kann auch sehr gut mit Alternativen zu Adobe arbeiten.  Affinity Designer und Affinity Photo sind empfehlenswerte Softwareprogramme für Profis. Die Lösungen der Entwickler von Serif Labs punkten vor allem mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis (jeweils einmalig ca. 49,- €) inklusive Kompatibilität zu den  Adobeformaten. Erhältlich sind die Kaufversionen für Mac OS, iOS (iPad) und Windows.

Die Aufzählung mit den Kriterien lässt sich sicher weiter ausführen und mit Vor- und Nachteilen versehen. Wichtig ist bei der Kreation den Gesamtprozess im Auge zu behalten. Diesen habe ich in der folgenden Infografik zusammengefasst und über einzelen Prozessphasen erläutert.

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